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Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaft Fitchburg

Eine Autostunde westlich von Boston liegt in waldreicher Hügellandschaft Kleves amerikanische Partnerstadt Fitchburg.
Vor über 350 Jahren haben sich die ersten Siedler an den Ufern des Nashua River niedergelassen.
Aus diesen Anfängen ist eine blühende Stadt entstanden.
Während sich im Zeitalter der Industrialisierung Papiermühlen und Schuhfabriken ansiedelten, sind in den letzten Jahren moderne Industrieparks für High-Tech-Unternehmen hinzugekommen.

Fitchburg hat heute mit etwa 50.000 Einwohnern eine vergleichbare Größe wie Kleve.
Man trifft unter ihnen auch deutsche Immigranten beziehungsweise Bürger, deren Vorfahren aus Deutschland eingewandert sind.
Die noch recht europäisch anmutenden Neu-England-Staaten lassen sich von Fitchburg aus sehr gut touristisch erschließen.
Die Stützpunkte der ersten Siedler an der Küste, die historischen Stätten der Unabhängigkeitsbewegung rund um Boston, die wissenschaftlichen Zentren in Harvard/Cambridge und die kulturellen Zentren in Boston, in North Adams und in den Berkshires sind ebenso rasch zu erreichen wie die landschaftlich beeindruckenden Seen und Bergregionen in Vermont und New Hampshire.
Die großen Wälder entfalten ihre ganze Farbenpracht im „Indian Summer".
Im Winter liegen erschlossene Skigebiete vor Fitchburgs Toren.
Im Sommer lockt die Atlantikküste in Maine oder am Cape Cod.
Der Hummer ist eine erschwingliche Delikatesse.
Draußen vor der Küste springen die Delphine und gewaltige Wale spritzen ihre Fontänen in die Luft.
Von Boston oder Worcester, der zweitgrößten Stadt in Massachusetts, etwa 30 Kilometer von Fitchburg entfernt, ist New York für ein Wochenende leicht erreichbar.

Bürgermeister Theo Brauer, Dr. Kurt Kreiten und Fitchburgs Bürgermeister Dan Mylott vor der City Hall in Fitchburg

Der „Arbeitskreis Fitchburg-Kleve" wurde bereits 1985 gegründet. Er ist seit 2004 eine formelle Sektion der „Gesellschaft für internationale Begegnungen e.V. Kleve".
Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich in der Katholischen Heimvolkshochschule Wasserburg Rindern.
Der „Arbeitskreis Fitchburg-Kleve" fördert kulturelle und wirtschaftliche Kontakte jeder Art zwischen den Partnerstädten.
Mehr als 100 Schüler und Schülerinnen haben durch die Vermittlung des Arbeitskreises bis zu drei Monate in Familien des jeweiligen Gastlandes verbracht und dort auch die Schule besucht.
Eine weit größere Zahl hat durch die „Gesellschaft für internationale Begegnungen" auch an Jugendaustauschprogrammen teilgenommen.
Die Verbundenheit der beiden Städte wurde in 2005 bestärkt durch den wechselseitigen Besuch politischer Delegationen und der offiziellen Ernennung eines „Stadt-Kleve-Tages" in Fitchburg jährlich am 19. August.

Kontakt:

Dr. Kurt Kreiten
Gesellschaft für internationale Begegnungen e.V. Kleve
c/o. Wasserburg Rindern
Wasserburgallee 120
47533 Kleve

Telefon: 0 28 21 / 7 32 17 23
Internet: www.kleve-international.de (Internetseite der Gesellschaft für internationale Begegnungen e.V. Kleve)
Email: gibkleve@t-online.de


Städtepartnerschaft Ronse - Königin der flämischen Ardennen

Am südlichen Rand der flämischen Ardennen, einer Hügellandschaft zwischen den Flüssen Schelde und Dender, liegt Kleves belgische Partnerstadt Ronse etwa 40 km südlich von Gent.
Umgeben von sehr viel Natur liegt der Ort ziemlich malerisch in einem weiten Tal. Die südlichen Stadtgrenzen sind gleichzeitig die Grenzen zwischen der niederländischsprachigen Provinz Oostvlaanderen und der Provinz Hainaut wo man französisch spricht. Diese Lage an der Sprachgrenze schafft in der Stadt eine einzigartige Atmosphäre aus flämischer Gemütlichkeit und französischem Flair.

An historischen Gebäuden ist an erster Stelle wohl die bekannte Sankt Hermeskirche mit Ihrer einzigartigen Krypta zu nennen, wo die Reliquien des heiligen Hermes aufbewahrt werden.
32 Säulen machen diese Krypta zu einer unterirdischen Kathedrale.

Krypta in Ronse

Wer an lebendiger Folkklore teilnehmen will, darf auf keinen Fall das „Bommelsfest" im Januar und den „Fiertel-Umgang" am Sonntag nach Pfingsten nicht versäumen.
Das „Bommelsfest" ähnelt unserem niederrheinischen Karneval, hat aber eine andere historische Herkunft.
Das herausragendste Ereignis des Jahres ist jedoch das „Fiertel". Das ist ein Brauch aus dem frühen Mittelalter, bei dem die Reliquien des heiligen Hermes rund um die Stadt getragen werden.
Von der teilnehmenden Bevölkerung wird das „Fiertel" wie ein Volkswandertag begangen.
Viele tausend Bürger folgen dem Schrein auf der 32,6 km langen Strecke durch die herrlichen flämischen Ardennen.
An zahlreichen „Heiligenhäuschen" kann man sich mit gutem belgischen Bier und leckeren Häppchen stärken, so dass die Prozession eher Volksfestcharakter hat.

Auch wenn gerade kein Volksfest gefeiert wird, hat Ronse für jeden Geschmack etwas zu bieten.
Vor allem Naturfreunde kommen hier auf gut ausgeschilderten Wanderwegen und Radwegen auf Ihre Kosten.

Das Radfahren ist Volkssport und das berühmte Radrennen „Flandernrundfahrt" zieht jährlich abertausende Fans in die Region rund um Ronse.
Wer es etwas bequemer mag, findet in der Ronser Gastronomie sicherlich ein Lokal nach seinem Geschmack.
Vom urigen Café bis zum schicken Gourmettempel ist in vielen Abstufungen alles vertreten, denn auf Essen und Trinken wird in Belgien großer Wert gelegt.

40 Jahre Städtepartnerschaft

Seit dem Jahr 1971 besteht die Partnerschaft zwischen Kleve und Ronse. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums hatte Luc Dupont, Bürgermeister der Stadt Ronse, zu einem Festwochenende in die Stadt in Flandern geladen. Bürgermeister Theodor Brauer und der stellvertretende Bürgermeister Dr. Artur Leenders blickten im Rahmen der Feierstunde im historischen Rathaus von Ronse in ihrer Festrede auf den Beginn der langjährigen Verbindung zurück - und dies in Deutsch und Flämisch. Im Laufe des Wochenendes bekamen sie einen Einblick in die aktuellen Bauvorhaben der Stadt.

Bürgermeister Luc Dupont und Bürgermeister Theodor Brauer

Eine besondere Überraschung für die Stadt Ronse hatte das Partnerschaftskomitee Kleve-Ronse organisiert. Sie hatten die Plastik des Klever Schwans mit dem Bild der Schwanenburg sowie mit dem Ronser und dem Klever Wappen fertigen lassen. Den Schwan konnten Reiner und Brigitte Elbers sowie Hans-Dieter Abels feierlich Bürgermeister Luc Dupont übergeben. Die Freude war groß. Sicherlich wird der Schwan bald einen festen Platz in einem öffentlichen Gebäude der Stadt haben.

Der Klever Schwan in Ronse v.l.n.r. Hans-Dieter Abels, Reiner Elbers, Thedor Brauer, Dr. Artur Leenders, Brigitte Elbers, Luc Dupont, Gunther Deriemaker

Bürgermeister Theodor Brauer zeigte sich begeistert: “Die Gastfreundschaft in Ronse ist bemerkenswert. In der Stadt hat sich vieles bewegt. Jeder Klever sollte einmal dort gewesen sein.“

Ronse feierte am gleichen Wochenende übrigens die 30jährige Partnerschaft mit Sandwich (Großbritannien). Auch Sandwich pflegt Kontakte zu Deutschland; mit Sonsbeck als Partnerstadt.

Kontakt:

Winfried Koenen
Wiesenstraße 50
47574 Goch,

Telefon: 0171 / 3 85 32 32


Städtepartnerschaft Worcester

Seit 1987 besteht die Partnerschaft zwischen den Städten Worcester und Kleve.
Ähnlich wie Kleve, blickt auch Worcester auf eine lange Geschichte zurück, die mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1189 durch Richard I. begann.
Am längsten Fluss Englands, dem Severn, gelegen, prägen die großartige Kathedrale und das historische Rathaus, die Guildhall, das Stadtbild.
Der berühmteste Sohn Worcesters, Sir Edward Elgar, weltbekannter Komponist wird mit einem Denkmal gegenüber der Kathedrale verehrt.

Der Klever Schwan am Severn

Royal Worcester Porzellan und die berühmte Worcestershire Sauce sind weltbekannte Markenzeichen der Stadt.

Die englische Chorkultur wird durch die beiden Kathedralchöre gepflegt. Auf hohem Niveau beteiligt sich der Kathedralchor an dem berühmten „Three Choirs Festival", das seit über 270 Jahren abwechselnd in den Städten Worcester, Gloucester und Hereford stattfindet.

Die Commandery beherbergt das Museum des Civil Wars, das die Geschichte um die Zeit Oliver Cromwells mit einer sehr sehenswerten Ausstellung lebendig werden lässt.

Gleichzeitig mit der offiziellen Partnerschaft der beiden Städte hat sich der Verein „Städtepartnerschaft Kleve - Worcester e.V." gebildet.
Der Partnerschaftsverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kontakt zwischen den Bürgern beider Städte zu entwickeln und zu vertiefen.
Im jährlichen Wechsel finden Besuche in Worcester und Kleve statt bei denen jeweils interessante Besichtigungsprogramme angeboten werden.
Die Unterbringung erfolgt in Gastfamilien und hat im Laufe der Jahre schon zahlreiche enge Freundschaften hervorgebracht.
Für Schülerinnen und Schüler der Kings School werden regelmäßig Praktika in Kleve organisiert, während im Gegenzug für Interessenten auch Arbeitsaufenthalte in Worcester arrangiert werden.
Seit über 10 Jahren bereichert der Partnerschaftsverein mit einem Stand, an dem Glühwein, Stollen, Spekulatius und Marzipan verkauft werden, den viktorianischen Weihnachtmarkt in Worcester.

Kontakt:

Karl-Heinz Köster
Kirchweg 11
47533 Kleve

Telefon: 0 28 21 / 2 32 94
Internet: www.kleve-worcester-ev.de


Städtepartnerschaft Dogbo

Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Kleve und der Commune de Dogbo

Ein weiteres Kapitel in der Städtefreundschaft zwischen Kleve und Dogbo:
Bürgermeister Theo Brauer und sein Amtskollege Vincent C. Acakpo unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung.
Sogar Dogbos König war dabei.

König von Dogbo

Schon von weitem waren die Trommeln zu hören, die vom hohen Besuch aus Afrika kündeten.
Die "Konga Quings", die Percussiongruppe des Konrad Adenauer Gymnasiums, hatte vor dem Museum Haus Koekkoek Aufstellung genommen und bereitete der Delegation der Gemeinde Dogbo aus der Republik Benin einen rhythmischen Empfang.

Ein schönes Bild war die Kleidung der Afrikaner. Neben den grauen und schwarzen Anzügen der Zuschauer, wirkten die bunten und edlen Gewänder wie große Farbkleckse.
Der Bürgermeister Dogbos trug einen edlen goldenen Stoff; der König und der Vereinsvertreter ein einfaches Weinrot. Dogbos erster Bürger Vincent C. Acakpo war gerührt von dem tollen Empfang in Kleve.
Das goldene Gewand passt hervorragend vor den großen eingerahmten Spiegel. Der Kronleuchter, die aufwendigen Blumengestecke - sie unterstreichen den Festakt.

Bürgermeister von Dogbo

Schließlich gab es einen festlichen Anlass, der den Bürgermeister von Dogbo Vincent C. Acakpo und den König von Dogbo Djehloue Robert Abah die gut 5000 Kilometer lange Reise hatte auf sich nehmen lassen: die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Kommunen, die eine Städtepartnerschaft besiegelt.

Im Beisein von zahlreichen Klever Ratsmitgliedern, Mitgliedern des Vereins Pro Dogbo, den Klever Ehrenbürgern Maria Kisters sowie Pfarrer em. Fritz Leinung und weiteren geladenen Gästen sprach Kleves Bürgermeister Theo Brauer, der die ersten Worte auf Französisch an seinen Amtskollegen und den König richtete, von einem "bedeutenden Ereignis".

Seit 2006 setzt sich der Verein Pro Dogbo für die Menschen in Benin ein. Eine Grundschule, ein Ausbildungszentrum und eine Bibliothek sind nur einige der Früchte, die die einstige Initiative von Klaus van Briel getragen hat.

Der Vorschlag zu dieser Kooperation stammt von der Kolpingfamilie.
Sie gab im Dezember 2008 den Anstoß, im März 2009 war eine Klever Delegation vor Ort, im Februar dieses Jahres beschloss der Klever Rat ebenso einstimmig wie der aus Dogbo, der Vereinigung zuzustimmen.
Das Besondere ist, dass in der Städtekooperation beide Partner etwas lernen sollen. Die Deutschen werden besonders in der Bildungsentwicklung helfen, denn in Benin sind über 80 Prozent der Bevölkerung Analphabeten. „Wir jedoch", so Brauer, der sich an seinen Besuch in dem südafrikanischen Land erinnerte, „können menschlich lernen. Diese Dankbarkeit und Gastfreundlichkeit der Menschen in Dogbo hat mich begeistert und mir geholfen, die Welt mit anderen Augen zu sehen".

Bürgermeister Theo Brauer und sein Amtskollege Vincent C. Acakpo unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung.

"Heute geht eine neue Sonne über Dogbo auf" sagte Bürgermeister Acakpo nun bei der Unterzeichnung. Er lud den Klever Rat zu einem Gegenbesuch im kommenden Jahr ein und schlug eine Ausstellung in Kleve über die Geschichte Dogbos vor: "Auch Dogbo soll etwas an Kleve weitergeben".
Zuvor hatte Brauer bereits die Bedeutung des gegenseitigen Austauschs betont.
"Die Kooperationsvereinbarung ist die Basis für den Gedankenaustausch, wechselseitige Begegnung und die Förderung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen", so Brauer.

Gerade im Bereich Schule und Ausbildung könne Kleve helfen, denn da gebe es in Dogbo und ganz Benin ein "großes Manko".

Klaus van Briel, Vorsitzender des Vereins pro dogbo, machte abschließend deutlich, warum so eine Vereinbarung – fernab der politischen Korrektheit – wichtig sei:
"Es ist ein Beispiel positiver Globalisierung".
Dabei gehe es nicht nur um "exotische Folklore" (der Voodoo-Kult hat einen hohen Stellenwert in ganz Benin und dennoch ist die Republik laut Braue r "ein Musterbeispiel für Demokratie in Afrika"), sondern auch um "kommunale Fortentwicklung" in den jeweiligen Partnerstädten. 

Eine Woche waren die afrikanischen Gäste in Kleve, um mehr über die Stadt und die Kultur zu erfahren. Auf dem Programm standen unter anderem Besichtigungen der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK), der Kolpingsfamilie, der Kisters-Stiftung, der Celina Klinkerwerke, des 1. FC Kleve, die Hochzeit zweier pro-dogbo-Mitglieder, der Besuch des Benefizkonzerts "Maymusic" vom Kevelaerer Kardinal-von-Galen-Gymnasium zu Gunsten von pro dogbo e.V. sowie die Begegnung mit d en pro-dogbo-Aktiven. Pro Dogbo dankt allen, die zum Gelingen dieser Woche beigetragen haben.

Die belgische Partnerstadt Dogbos, Roeselare, veranstaltet am 15.10.2011 einen Dogbo Tag, um ihren Bürgerinnen und Bürgern Afrika und seine Kultur näher zu bringen.

Vorderseite Flyer zur Ankündigung des Dogbo-Tages Rückseite Flyer zur Ankündigung des Dogbo-Tages
Der Text auf den oben abgebildeten Flyern lautet wie folgt:

Vorderseite:
Guten Tag, Dogbo! Erlebe Benin (Afrika) in Roeselare. 15. Oktober 2011, ab 14:00 Uhr auf dem Botermarkt. Gratis Musik, Tanz, Kunst, Workshops

Rückseite:

Guten Tag, Dogbo! Erlebe Benin (Afrika) in Roeselare. Die Innenstadt wird in afrikanische Atmosphäre getaucht. Erlebe am Samstag, den 15. Oktober 2011 Benin in Roeselare. Stelle dir selbst dein Programm zusammen und lerne Dogbo kennen, die Partnerstadt von Roeselare aus dem afrikanischen Land Benin. Lass dich überraschen von der Vielseitigkeit der beiden Städte durch Kunst, Geschichten, Tanz, Video und alle Facetten des afrikanischen Lebens. Und das einmal alles, ohne in ein Flugzeug zu steigen.

Programm:
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr: Ein Blick auf Dogbo durch Organisationen aus Roeselare (an verschiedenen Orten)
17:00 Uhr: Auftritt Jugendmusikatelier (auf dem Botermarkt)
17:30 Uhr: Mega-Gruppentanz mit Ketnet-Wrapper Melvin Klooster, Choreograph Raoul Ayitevi, Tänzerin Enora Oplinus und der Tanzgruppe Induce (auf dem Botermarkt)
19:30 Uhr: Afrikanisches Café (De Spil)
20:30 Uhr: Auftritt von Jaune Toujours und Gangbé Brass Band (De Spil)

Du bekommst deinen kostenlosen Dogbo-Bon mit dem vollständigen Programm ab dem 5. Oktober im Sociaal Huis (Zuidstraat 17) oder im Infozentrum (Ooststraat 35). Am Tag selbst ab 14:00 Uhr auf dem Botermarkt (Informationspunkt im JIP, Botermarkt 22) oder bei den teilnehmenden Organisationen.

Mehr Informationen: Sociaal Huis welwel, Zuidstraat 17, Telefon 051-26 21 80, www.roeselare.be

 

(Städtepartnerschaft China)

Die Chinesen kommen.

von Julia Lörcks - zuletzt aktualisiert: 30.04.2010 - 15:38

Kleve (RP) Die 14-köpfige Klever Delegation, die eine Woche lang in China unterwegs war, ist zurück. Jetzt berichten sie über ihre Eindrücke und Erfahrungen mit dem Ergebnis: Die Reise ins Reich der Mitte hat sich gelohnt - für alle Beteiligten.

Eine Woche China: Das Fazit der Teilnehmer
 

Sie kommen, die Chinesen – und zwar schon am 2. Oktober. "Eine Klasse und zwei Lehrer der Mittelschule Tianjin werden eine Woche lang in Kleve sein. Bis zum 8. Oktober werden sie die Stadt, die Schulen und natürlich auch die Hochschule Rhein-Waal besuchen", sagt Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der HRW. Sie freut sich, schließlich seien die chinesischen Schüler potenzielle Studenten. Diese wiederum könnten schon zum kommenden Wintersemester in Kleve studieren. "Sie interessieren sich vor allem für sechs Fachrichtungen der Hochschule Rhein-Waal, für Maschinenbau und Technik beispielsweise, und für englischsprachige Masterstudiengänge", so Klotz. Möglich macht's die Kooperationsvereinbarung mit der Tianjin Polytechnic University, die Klotz im Beisein der Klever Delegation am Montag, wie berichtet, unterschrieben hat.

Dr. Marie-Louise Klotz (Hochschule Rhein-Waal) und Theo Brauer treffen auf den Bürgermeister der 14-Millionen-Einwohner-Metropole Tianjin und auf den Präsidenten der Tianjin Polytechnic University

Die Visitenkarte in der Tasche

"Das war wirklich der Höhepunkt", sagt auch Eric Jansen. Der Geschäftsführer von Jansen Bedachungen in Kleve war einer von 14 Teilnehmern der Reise, die die Gesellschaft für internationale Begegnungen (GiB) organisiert hat. Mitgefahren sei er weniger, um eine neue Niederlassung in China aufzubauen, sondern vielmehr als Bürger der Stadt. "Mich hat die Entwicklung des Landes interessiert. Zudem finde ich die Aktivitäten der Hochschule äußerst spannend und ehrlich gesagt, ich bin stolz darauf, dabei gewesen zu sein", sagt Jansen. Für Christian Schulte vom Klever Steuerberatungsbüro Rhein-Waal hingegen war es wichtig, Kontakte zu knüpfen. "Ich habe unter anderem den Leiter des German Centers Shanghai kennengelernt, den Direktor der China West LB und den Repräsentant der DZ Bank in Ostasien. Wenn ein Mandant, der im chinesischen Raum aktiv ist, Probleme hat, habe ich immerhin die Visitenkarten in der Tasche", sagt Schulte. "Schlüsselpersonen", nennt es Wilfried Röth, Vorstand Sparkasse, Mitglied im Arbeitskreis "Internationale Kompetenz als Standortfaktor" und Mitorganisator der Delegationsreise nach Shanghai, Peking und Tianjin.

Eine Schlüsselperson war auch Theo Brauer. "Es ist unglaublich, welche Wertigkeit ein Bürgermeister in China, vor allem bei offiziellen Anlässen wie eine Vertragsunterzeichnung hat", sagt Brauer. Klotz: "Ich habe einen Tag lang das Protokoll mit der Polytechnic University besprochen. Jeder wusste, was er zu tun hat." Bei der Kooperation mit der Hochschule soll es nicht bleiben. Brauer könnte sich zudem eine Städtepartnerschaft mit der 14 Millionen Einwohner Metropole Tianjin vorstellen. "Wir haben den ersten Schritt gemacht. Jetzt machen wir auch weiter."